Veranstaltungen
Kana ist mehr als nur Suppe und Kaffee, wir veranstalten über das Jahr hinweg eine Reihe von Vorträgen und Aktionen. Dabei geht es nicht nur um Spenden, sondern um politische Arbeit rund um die Ursachen und Folgen von Armut und Wohnungslosigkeit.
Wir geben unsere Termin auch auf Instagram und Facebook bekannt. Folgt uns gerne!
Aktuelle Termine



Einmal im Jahr veranstalten wir unser „Essen am Rathaus“. An diesem Tag zieht die Suppenküche für ein gemeinsames Mittagessen auf den Friedensplatz um zu zeigen: Die Stadt gehört allen. Was eventuell wie ein nettes Sommerfest erscheinen mag, ist für uns so viel mehr. Wir wollen zeigen, dass unserer Gäste nicht nur in unserem kleinen Ladenlokal in der Nordstadt existieren, sondern Teil der Stadtgesellschaft sind und auch als solche wertgeschätzt und berücksichtigt werden müssen.
Diese Botschaft ist keine neue, aber von trauriger Aktualität. Sie scheint eben nicht selbstverständlich in Zeiten eines erstarkenden Rechtsextremismus, einer Festung Europa und des neoliberalen Dogmas, unsere Probleme würden sich schon lösen, wenn wir alle einfach mehr arbeiten würden. Es sind nicht zuletzt unsere Gäste, die von diesen Entwicklungen getroffen werden; die Anfeindungen, Stigmata und Gewalt ausgesetzt sind; für die am Ende des Tages zu wenig Geld und zu wenig Hilfe da sind.
Wir wollen zeigen, dass unsere Gäste nicht unsichtbar sind, dass Armut und die speziellen Bedürfnisse, die damit einhergehen, Teil dieser Stadt sind und als solcher ernst genommen werden muss! Der Veranstaltungsort am Rathaus ist symbolisch dafür, dass der Handlungsbedarf hier vor allem auch bei der Politik liegt.
Jedes Jahr an Erntedank veranstalten wir eine große Lebensmittel-Sammelaktion um unseren Keller wieder mit Spenden aufzufüllen und aus diesen Vorräten warme Mahlzeiten für unsere Gäste zuzubereiten und sie zudem mit Kaffee und Tee zu versorgen.
Die umliegenden Gemeinden sammeln in ihren Gottesdiensten Spenden für uns. Diese Spenden sind ein sehr wichtiger Beitrag für unsere Arbeit. Wir freuen uns, wenn auch andere Einrichtungen oder Vereine an Erntedank Spenden für uns sammeln. Sprecht uns gerne im Vorfeld an, wenn ihr Lust habt, eine Spendensammelaktion zu initiieren (Kontaktlink)
Die Spenden werden anschließend zu uns in die Suppenküche gebracht oder wir holen diese bei den Gemeinden nach den Gottesdiensten ab. Im Anschluss wird ganz fleißig bei uns sortiert und eingelagert. Frisches Gemüse schnibbeln wir im Gemeindehaus Westerfilde gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern und können damit die nächsten Kochtöpfe füllen. Da manchmal auch Spenden zu uns finden, die wir nicht verkochen können, geben wir diese dann an befreundete Initiativen weiter. So kommen alle Spenden zu bedürftigen Menschen.
Wir brauchen immer Hilfe bei unserer Erntedankaktion – wir können besonders Unterstützung bei der Abholung der Spenden gebrauchen. Wenn Du also ein Auto und ein bisschen Zeit über hast, melde dich gerne bei uns.

Der 17. Oktober hat für unsere politische Arbeit eine besondere Bedeutung. Seit 1987 wird an diesem Datum der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut begangen und ist seit 1992 von der UNO als solcher anerkannt. In vielen Städten in Deutschland und auf der ganzen Welt werden am diesem Tag Aktionen durchgeführt, die auf die Situation Betroffener aufmerksam macht.
Seit 1994 geht die Kana Suppenküche am 17. Oktober auf die Straße und macht das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber politisch wenig Relevanz hat: Für die Beseitigung von Armut zu kämpfen!
Gemeinsam mit unseren befreundeten Initiativen aus dem Bereich der Wohnungslosenhilfe Gasthaus statt Bank, bodo e.V. und dem Malteser Herzensbus veranstalten wir an diesem Tag jedes Jahr eine Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt und setzen dabei thematisch unterschiedliche Schwerpunkte, die wir in die Stadtgesellschaft tragen wollen.

Einmal jährlich treffen wir uns mit anderen unabhängigen Suppenküchen im Umkreis NRW und Rheinland. Bei diesem Vernetzungstreffen der Suppenküchen berichten wir über aktuelle Situationen und tauschen uns über Themen von Wohnungs- und Obdachlosigkeit aus. Seit vielen Jahren nehmen Initiativen u.a. aus Gütersloh, Bielefeld, Bochum, Hagen, Krefeld und Köln teil.

Die Kana Suppenküche veranstaltet regelmäßig im Jahr Vortrags- und Diskussionsnachmittage zu relevanten politischen, gesellschaftlichen und sozialen Themen. Wir möchten damit neben dem klassischen Suppenküchenbetrieb alle Menschen einladen, sich mit Ursachen und Konsequenzen von Armut, Wohnungslosigkeit und weiteren relevanten gesellschaftlichen Aspekten auseinanderzusetzen und diese zu diskutieren.
Alle Vortrags- und Diskussionsnachmittage sind ohne Eintritt und ohne Anmeldung. Alle Menschen sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Ziviler Ungehorsam gegen Atomwaffen – Susan Crane, Friedensaktivistin aus Kalifornien, Juli 2026
Die US-amerikanische Friedensaktivistin Susan Crane ist aktiv im Widerstand gegen Atomwaffen und lebt in einer Catholic WorkerGemeinschaft in Kalifornien, USA. Für ihre gewaltfreien Aktionen leistete sie 2024/25 eine 8-monatige Ersatzfreiheitsstrafe in deutschen Gefängnissen ab. Sie denkt mit uns über unsere moralische Verantwortung in Zeiten des Krieges nach. Wieviel Gehorsam schulden wir den kriegführenden Imperien? Was stärkt uns und gibt Hoffnung im Widerstand gegen Ungerechtigkeit?

Die Entstehung „neuer“ Suppenküchen in den 1990er Jahren – Bernd Büscher 15.03.2026
Kana wurde 1991 gegründet. Angesichts wachsender Armut und Obdachlosigkeit entstanden in dieser Zeit Suppenküchen und ähnliche Einrichtungen der Lebensmittelnothilfe. Solchen Initiativen wurde anfänglich mit Kritik begegnet – sie wären rückschrittlich und würden die Errungenschaften des Sozialstaats unterlaufen. Andere nahmen sie als Orte der Autonomie, Regeneration und politischen Aktivierung wahr.
Die Präsentation zur Veranstaltung ist hier zu finden.

Wann endet Obdachlosigkeit – Bastian Pütter, 19.10.2025
Die kurze Antwort: 2030.
Deutschland hat sich mit der Lissabon-Erklärung und dem Nationalen Aktionsplan dazu verpflichtet. Im Koalitionsvertrag ist das Thema nur eine Fußnote. Was zu tun und zu hoffen ist, erläutert Bastian Pütter von bodo_ev bei seinem Vortrag bei uns in der Suppenküche.

Geschlecht als – entscheidende – Kategorie im Kontext von Wohnungsnot – Jan Finzi, 25.05.2025
Geschlecht nimmt eine bedeutende Rolle im Kontext von Wohnungsnot ein. Neben den drei anderen intersektionalen Kategorien (Armut, Herkunft, Gesundheit) stellt das Geschlecht eine wichtige Unterscheidungskategorie dar. So unterscheiden sich, abhängig von Geschlecht, die Ursachen, Lebensrealitäten, Bedarfe und Lösungswege erheblich. Der Vortrag liefert einen kurzen praxisnahen Einblick in diese Unterschiede und versucht zugleich die Komplexität des Phänomens darzustellen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit der Diskussion und des Austausches.
Dr. Jan A. Finzi promovierte 2023 an der TU Dortmund zum Thema der Stigmatisierung von Menschen in Wohnungsnot. Dabei erarbeitete er ein Verständnis von Wohnungsnot in dem die intersektionale Kategorie Geschlecht eine herausragende Rolle einnimmt. Bereits seit 2011 arbeitet er beim Dortmunder Träger VSE NRW e.V. im Bereich der Wohnungslosenhilfe. Seit 2024 ist er Sprecher des Facharbeitskreises Wohnungslosenhilfe des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes.

Earth for all – Willi Does 09.03.2025
Der neue Bericht des „Club of Rome“
Unsere Zivilisation steht am Scheideweg: es wüten extreme Überflutungen und Brände, es werden Kriege geführt – auch um die Ressourcen dieser Welt. Trotz großer Fortschritte zeigt sich auch dass unsere Gesellschaften extrem schockanfällig bleiben.
Willi Does von Emmaus Köln stellt die Thesen des Aufrufs “Earth For All” des Club of Rome für eine gemeinsame Zukunft in der Suppenküche vor.
Herzlich willkommen!



