Hier sitzen alle an einem Tisch.

Seit 1991 ist die Kana Suppenküche ein offener Ort in der Dortmunder Nordstadt. Viermal pro Woche laden wir alle Menschen zum gemeinsamen Essen ein. Jeder und jede ist in unseren Räumen herzlich willkommen, niemand muss sich ausweisen oder seine Bedürftigkeit erkennbar machen. Wir geben mit der gemeinsamen Mahlzeit das weiter, was wir geschenkt bekommen haben. Dabei begegnen wir unseren Gästen auf Augenhöhe und möchten ihnen das Gefühl geben, willkommen zu sein.

Armut grenzt aus, doch die Stadt gehört allen. Deshalb geht es bei Kana um mehr als eine warme Mahlzeit: um Respekt, Gemeinschaft und das Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

Wir leben nur von Spenden, denn wir möchten unabhängig bleiben von Stadt und Staat. Wir bemühen uns seit 35 Jahren auch politisch ein Sprachrohr zu sein für unsere Gäste.

Wir freuen uns über Unterstützung: Mitarbeit in der Suppenküche beim Kochen, Vorbereiten, Ausgeben und Aufräumen. Oder finanziell durch Spenden. Sprecht uns an!

Unter Kana-Kerngruppe verstehen wir diejenigen Menschen, die sich den übergeordneten Organisationsaufgaben der Kana Suppenküche annehmen. Die Mitglieder der Kerngruppe arbeiten, wie alle anderen Helfer*innen in der Suppenküche auch, rein ehrenamtlich. Die Kerngruppe wird unterstützt durch Helfer*innen, die Aufgaben wie Einkäufe, Handwerker*innenkommunikation oder kleine Reparaturen übernehmen.
Der gesetzlich vorgeschriebene Vorstand bildet sich innerhalb der Kana-Kerngruppe. Derzeit sind Katharina Steinberg, Heino Thiele, Hjørdis Ristow, Rasmus Geyer, Colin Fischer und Anna Lena Erpenbach Mitglieder der Kana-Kerngruppe.

Unsere Geschichte

2026

Kulturfestival 35 Jahre Kana

Wir feiern 35 Jahre Kana Suppenküche mit einem Musikfestival in der Innenstadt von Dortmund.

2026

2023

Wiedereröffnung nach Corona

Im Sommer können wir endlich wieder die Suppenküche für alle öffnen und unter normalen Umständen betreiben.

2023

2021

Sommer mit Corona

Nach dem Ende des Winternotprogramms im Zelt ist die Suppenküche zwar geschlossen, organisiert aber monatelang eine Ausgabe am Fenster.

2021

2020

Winternothilfe im Zelt

Corona macht die Lebensumstände unserer Gäste unerträglich. In einem Großzelt am Dortmunder U bieten das Gast-Haus, Kana Suppenküche, Dortmunder Wärmebus und bodo im Verbund mithilfe der Stadt Dortmund und vieler Ehrenamtlicher zweimal täglich eine Mahlzeit an. Damit können die Einrichtungen zumindest in Teilen den Wegfall von Angeboten der Wohnungslosenhilfe kompensieren und schaffen ein corona-konformes und witterungsgeschütztes Nothilfeangebot für den Winter.

2020

2016

Benefiz-Konzerte zum 25ten

25 Jahre Suppenküche – (k)ein Grund zum Feiern. Leider ist unsere Arbeit weiterhin notwendig, da extreme Armut noch immer Teil unserer Gesellschaft ist, sogar weiter wächst. Die Arbeit von Kana finanziert sich ausschließlich durch Spenden, und wir sind dankbar, dass wir in diesem besonderen Jahr durch Dortmunder Künstler unterstützt werden: Der Liedermacher Fred Ape, die Band Dirty Blue, die Kabarettisten Bernd Gieseking, Fritz Eckenga und Hubert Burghardt sowieder Chor Total Vokal haben sich bereit erklärt, für uns kostenlos aufzutreten. Flyer

2016

2010

Kultur poor

Anläßlich des Kulturhauptstadtjahres in Dortmund organisieren wir ein Kulturfestival von unten im Stadtpark am Rathaus. Hier sitzen alle an einem Tisch!

2010

2009

Postkarten gegen Vertreibung

Anläßlich von Vertreibungen auf dem Nordmarkt organisieren wir eine Postkartenaktion mit dem Text „Ich teile die Erfahrungen der Kana Suppenküche: Alkohol-, drogenabhängige und obdachlose
Menschen sind – außer dass sie krank sind – hilfsbereit, verständnisvoll und friedliebend.“

2009

2004

Suppenküche am Rathaus

Als Aktion zum Welttag gegen Armut verlegen wir zum ersten Mal die Suppenküche direkt vor das Rathaus, im Jahr 2004 noch im Oktober. Daraus wird eine Tradition, die bis heute anhält.

2004

2001

Umzug

Die Suppenküche zieht in eine ehemalige Kneipe, nur drei Haustüren weiter in der Mallinckrodstrasse.
10 Jahre Kana Suppenküche: Hier gibt es einen Rückblick zu lesen.

2001

1995/96

Offene Häuser im Winter

Wir organisieren während des Winters, Gemeindehäuser und Kirchen in den kalten Nächten als Notschlafmöglichkeit offenzuhalten.

1995/96

1995

Ein zweites Ladenlokal

1995 eröffnen wir das zweite Ladenlokal im gleichen Haus nebenan, da die Zahl der Gäste kontinuierlich ansteigt.

1995

1993

Unser erstes Ladenlokal

Nach vielen Bemühungen, in umliegenden Kirchengemeinden unterzukommen, mieten wir schließlich selbst ein kleines Ladenlokal in der Mallinckrodstrasse. Es entsteht eine Suppenküche nach dem Vorbild der Catholic Worker-Bewegung.

1993

1992

Zuhause gekocht und unterwegs gegessen

Eine Gruppe von ca. 10 Menschen trifft sich regelmäßig in Privatwohnungen und Gemeindehäusern, um samstags eine Suppe oder einen Eintopf zu kochen. Mit der fertigen Mahlzeit sind wir an zwei Stellen in der Nordstadt gezogen, haben dort das Essen verteilt und zusammen mit Armen und Obdachlosen gegessen.

1992

1991

Der erste Topf Suppe

Wir kochen einen großen Topf Chili sine Carne und verteilen dies beim Abend der Begegnung auf dem Ev. Kirchentag im Ruhrgebiet.

1991

Warum „Kana“?

Wir werden oft gefragt: Woher kommt der Name? (Nein, er steht nicht für die Anfangsbuchstaben der Gründer*innen.) Wir haben die Suppenküche nach einer Erzählung über Jesus genannt. Die Hochzeit zu Kana war der Ort, an welchem Jesus zum ersten Mal öffentlich auftrat. Für uns wurde dieses Fest zu einem Symbol für Gottes Herrschaft der Gerechtigkeit, in der sich alle um denselben Tisch versammeln und Anteil haben an dem Überfluss, der sich in der Verwandlung von Wasser in Wein ausdrückt. Die Hochzeit von Kana ist für uns ein Bild der gerechten Gesellschaft, nach der wir uns sehnen. Die Herausforderung, die der folgende Text (aus der US-Zeitschrift „The Other Side“)‚ den wir 1993 beim Eröffnungsgottesdienst unseres ersten Ladenlokals gehört haben, ausdrückt, gilt auch heute noch: „Das Symbol Jesu war das Hochzeitsfest, nicht die Suppenküche. In der Suppenküche besitzen die Gebenden Macht über die Empfangenden. Hochzeiten machen mehr Spaß – dort sind alle gleichberechtigte Gäste.“

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